Spontane, auf dem Handy verfasste Gedanken:
Ich denke an letztes Jahr, ich denke and nächstes Jahr, und mein Herz schmerzt. Auf eine gute Art.
Ich denke an all meine Freunde und an meine Familie, die ich so unbändig liebe, und ich freue mich darauf, sie im nächsten Jahr endlich endlich endlich wieder in meine Arme schliessen zu dürfen.
Ich denke an all die Menschen, die ich kennenlernen durfte hier, ob für lange Zeit oder kurze. Werde ich sie im zweiten Teil meines nächsten Jahres noch genauso in mein Herz geschlossen haben?
Ich denke an meine Zeit hier in Jerusalem, die Hälfte ist fast um. So unzählbar vieles, was ich lernen durfte, so vieles, was noch passieren mag.
Ich denke an mein Studium und mein Herz hüpft, Philosophie und Nah-Ost Studien. Kann ich bitte morgen schon damit anfangen?
Ich denke an meine Familie, im Wandel der Liebe, des Lebens, der Zeit. Unsicherheit ist mittlerweile einem grundtiefen Vertrauen gewichen.
Dieses Neuhjahr ist so anders als alle andere. Mit einem Menschen, den ich erst gerade kennengelernt habe, der so komplett anders ist, in einer unbekannten Stadt. Haifa. Wie der Abend wird? Keine Ahnung. Ein Abenteuer. Der Plan ist, sich in eine Bar zu setzen. Mal sehen, wo wir enden, Liza und ich.
Ich lächle gerade vor mich hin. Freude und Trauer mischen sich in meinen Mundwinkeln. Gewisse Dinge enden unvermeidbar. Und gewisse Dinge, die starten, obwohl mans nicht geplant hat.
Mein letztes Jahr war zweigeteilt. Matur und Jerusalem. Mein nächstes Jahr wird zweigetelt. Jerusalem und Anfang des Studiums.
Ich möchte am liebsten gerade die ganze Welt umarmen und mich gleichzeitig mit meinen Gedanken in eine Ecke an einem prasselnden Feuer kuscheln.
Aber, mal sehen. Mal sehen. Inshalla. Was auch kommen mag.
oder, wie Hagrid es so schön sagte:
„what’s comin will come and we’ll meet it when it does. „